Die Vorgehensweise einer Blutegelbehandlung

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Die Blutegeltherapie ist kein Verfahren, das sich zur Selbstanwendung im eigenen Heim eignet. Die Behandlung sollte unbedingt von einem Therapeuten durchgeführt werden, der Erfahrung mit Blutegeln hat. Vor der Behandlung mit Blutegeln ist es wichtig die Gegenanzeigen abzuklären. Da Nebenwirkungen, wie Blutergüsse, Kreislaufschwäche, verstärkte Nachblutung, Wundinfektionen auftreten können, ist ein gut geschulter, erfahrener Therapeut unbedingt nötig.

Da Blutegel besonders empfindlich auf Gerüche und Ausdünstungen durch die Haut des Patienten reagieren, sollte der Patient vor der Behandlung auf Alkohol, Nikotin, Medikamente und Duftstoffe verzichten. Durch das Abreiben der Ansatzstellen mit warmem Wasser oder mit einem feuchten Tuch ohne Seife und Chemikalien wird die Haut gereinigt und die Durchblutung wird angeregt. Der Blutegel wird ganz vorsichtig direkt auf die gewünschte Stelle aufgesetzt. Als hilfreich kann sich die Hinzunahme eines kleinen Schröpfglases erweisen. Der Blutegel wird womöglich versuchen zu kriechen, deshalb kann man mit Hilfe des Glases ihn halten. Die Zahl der anzusetzenden Blutegel richtet sich nach dem Alter des Patienten, dessen Ernährungszustandes und dem Krankheitsbild sowie der Häufigkeit der beabsichtigten Anwendung und der Größe des Blutegels. Der Biss ist vom Patienten meist nicht zu spüren. Mit seinen 3 scharfen Kiefern ritzt er die Haut an und verursacht eine kleine sterile Wunde.  Das austretende Blut wird durch das Saugen direkt in den Blutegel geleitet. Somit füllt er nun seinen Körper bis zum Erreichen seines 4-6 fachen Körpervolumens. Im Schnitt nimmt er etwa 8-10 ml Blut auf. Die Gerinnung des Blutes wird durch das abgesonderte Hirudin verhindert. Der Saugvorgang dauert  ungefähr 30 Minuten bis 1,5 Stunden. Haben die Blutegel eine gewisse Sättigung erreicht, lösen sie den Sog von selbst und sollten direkt vom Therapeuten aufgefangen werden. Sie dürfen nicht gewaltsam abgelöst werden, weil seine Kiefer in der Wunde verbleiben und dort Entzündungen verursachen können.  Eine wiederholte Verwendung des Blutegels ist nicht möglich, da Krankheitsübertragungen nicht auszuschließen sind. Nach ca.30 Minuten nach der Behandlung ist die Bissstelle, aus der Blut rinnt, steril zu versorgen. Je nach Blutfluss ist die Wundauflage noch mehrfach zu wechseln. Nach etwa 24 Stunden ist mit normalen Wundverhältnissen zu rechnen, jedoch immer abhängig von Größe und Tiefe der Wunde.  Eine Wiedervorstellung beim behandelten Therapeuten  ist  am nächsten Tag erforderlich.

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