“Mit Blutegeln zur Blitzheilung”

Hier leidet Kämpfer PintoMit Blutegeln zur Blitzheilung

Sie sind schwarz, eklig, 5 Zentimeter lang – und sollen Sergio Pinto wieder gesund machen. Mit Blutegeln zur Blitzheilung! Der knallharte 96-Profi kämpft für sein schnelles Comeback.

In München zog sich der 96-Mittelfeldrenner einen Bänderriss zu, will aber gegen Köln schon wieder spielen. Dafür ließ er Sonntagmorgen sechs Blutegel 30 Minuten an seinem linken Knöchel knabbern. Igitt!

Pinto tapfer: „Ich habe das zum ersten Mal ausprobiert. Es schmerzt, wenn die Viecher saugen. Aber jetzt geht’s mir schon deutlich besser.“

Die Blutegel-Therapie wird einmalig ausgeführt, die Idee hatten die 96-Physios Ralf Blume und Björn Pabel. Auf diese Weise behandelten sie schon Karim Haggui (Knochenabsplitterung am Zeh).

Blume erklärt, warum er auf die Ekel-Egel setzt: „Bei der Blutegel-Therapie handelt es sich um ein ausleitendes Verfahren, das heißt, das Blut läuft nach dem Biss noch mehrere Stunden aus der Wunde. Die Blutegel-Therapie ist sehr effektiv, um Schwellungen aus dem Körper zu bekommen.“

Gestern ließ sich Pinto vormittags und nachmittags in Blumes privater Physio-Praxis in Barsinghausen behandeln. Pinto: „Wir versuchen alles, damit ich gegen Köln spielen kann.“

Mirko Slomka: „Ich habe Sergio als zähen Hund kennengelernt. Ich traue ihm zu, das zu schaffen.“

Klappt’s wirklich mit einem Einsatz, hätte der Musterprofi einen Preis verdient: als härtester Profi der Liga. Schon im Schlussspurt der letzten Saison spielte Pinto wochenlang mit Außenbandabriss im Knie – und ließ sich erst nach geschafftem Klassenerhalt operieren.

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