Wenn Dauertöne im Ohr krank machen – wie Blutegel bei Tinnitus helfen können

Drei bis vier Millionen Menschen leben in Deutschland mit einem Tinnitus. Dies ist ein Symptom, bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die keine äußere, für andere wahrnehmbare Quelle besitzen. Wer an Tinnitus leidet, weiß, wie massiv Störgeräusche und Schmerzen das Gesamtbefinden beeinträchtigen können. Die Folgen reichen von Schlafstörungen über Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken. Die Suche nach Heilung bzw. Linderung gestaltet sich aber oft nicht so einfach und dauert lang. Eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Therapie, die Therapie mit Blutegeln, findet zunehmend Zuspruch.

Tinnitus wird nicht als Krankheit bezeichnet, sondern als Symptom von etwas Krankmachenden. Es kann ein Warnsignal vom Körper sein, das man sich übernommen hat, im Körperlichen- wie auch im seelischen Bereich. Hauptursachen sind wahrscheinlich erhöhte (Dauer-) Stressbelastung und resultierende Verkrampfungen (Spasmen) in den zarten Arteriolen, die das Innenohr mit Blut  bzw. Sauerstoff versorgen, d.h. Durchblutungsstörungen im Ohr. Aber auch Gefäßmissbildungen am und im Ohr, Entzündungen des Ohrs u.v.m. können ein Auslöser für Tinnitus sein. Die Blutegeltherapie ist hier ein recht gutes und gerade in diesem Bereich immer öfter eingesetztes Mittel. Bis zu vier Egel werden hinter dem Ohr angesetzt und dürfen dort etwa eine Stunde lang ihre heilende Tätigkeit ausüben. Bei der medizinischen Blutegeltherapie für Tinnitus werden die bekannten Wirkmechanismen des Blutegelspeichels und des sanften Aderlasses zur Verbesserung der Durchblutung und zur Optimierung der Nährstoffversorgung genutzt. Durch den Biss eines Blutegels werden die sich im Speichel befindlichen nachgewiesenen Wirkstoffe, die gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd wirken, übertragen. Durch gerinnungshemmende und blutverdünnende Substanzen beeinflusst man die Durchblutung zusätzlich positiv. Der Aderlass, der nach dem Abfallen der Tiere eintritt, wirkt auch hier entstauend, abschwellend und gewebsentlastend und vermag den Zustrom an frischem, Sauerstoff,- und Nährstoffreichem Blut zu fördern. Vielen Tinnitus Patienten kann so geholfen werden. Wobei man nicht von einer vollständigen Beschwerde,- Befreiung bzw. Heilung spricht, sondern von spürbarer Besserung.

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